Buchhandlung Rabe

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Nicht dass wir mit Amazon&Co konkurrieren wollten. Wir möchten lediglich unseren Kunden die Möglichkeit bieten, bequem von zu Hause aus, die Bücher zu bestellen und sie sich ins Haus liefern zu lassen. Gehen Sie ganz einfach auf Bestellung, suchen Sie die Bücher aus , die Sie wünschen, registrieren Sie sich einmalig, und erwarten Sie ihre Lektüre in wenigen Tagen bei Ihnen zu Hause. Sie haben auch die Möglichkeit, die Titel bei uns in der Buchhandlung abzuholen. Dazu müssen Sie nur im Feld Liefern/Adresse auf den Punkt "Abholung" klicken. Bei Bestellungen innerhalb Deutschlands liefern wir grundsätzlich portofrei.

Zum jetzt dritten Mal findet die Veranstaltungsreihe "Sigmaringen liest" statt. Dreizehn Lesungen in 10 Wochen von acht Veranstaltern. Ein bunter Mix aus den unterschiedlichsten literarischen Ecken: Ein Rabbiner als Ermittler, vier belletristische Hochkaräter aus der Region, Whiskey and Crime, zwei szenische Lesungen davon eine im Dialekt, ein Bibel-Lese-Abend, ein hochaktuelles Sachbuch, ein regionalhistorischer Kriminalfall und als Höhepunkt die Jubiläums-Tour der Kluftinger-Erfinder in der Stadthalle. Karten ab sofort bei der Buchhandlung Rabe oder den jeweiligen Veranstaltern. Suchen Sie sich ihre Lieblingsveranstaltung heraus und sichern Sie sich einen guten Platz.

Kluftinger in SIG
Am Sonntag den 25.11.2018 haben wir die Kluftinger-Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Sigmaringen liest" in der Stadthalle Sigmaringen zu Gast. Weitere Infos sowie die Möglichkeit  Karten können ab sofort bei uns zum Vorverkaufspreis von 25,00 €  erworben werden. So erreichen Sie uns!
Der neue Roman des Autoren-Duos erscheint am 27. April.

oder die hohe Kunst des Jammerns

"Ach, wie einsam sitzt doch jetzt die Stadt, die einst so stark bevölkert war! .... Sie weint unaufhörlich bei Nacht, und ihre Tränen laufen ihr über die Wangen; sie hat keinen Tröster unter allen ihren Liebhabern; alle ihre Freunde sind ihr untreu, sind ihr zu Feinden geworden." Klgl. 1 1-2 .

Die Bibelfesten werden es sofort bemerkt haben, dass diese einleitenden Zeilen sich keineswegs auf den Zustand unseres Möchtegern-Mittelzentrums Sigmaringen beziehen, sondern den Klageliedern des Jeremias aus dem Alten Testament entnommen sind. Der Prophet beklagt den Zustand Jerusalems nachdem seine Bewohner in die babylonische Gefangenschaft geführt wurden. Mittlerweile wissen es alle, dass es dem hiesigen Einzelhandel miserabel geht, zumindest wenn man den Einzelhändlern zuhört. Bis in die letzten Ecken des Krankenhauses und der Hochschule hat es sich herumgesprochen, dass die Innenstadt darbt und die Stadt Millionen hortet und von Einkaufs-Malls träumt, um noch den letzten Höhlenbewohner der Alb in die verwaiste Stadt zu locken. Die Geschäfte im Zentrum stehen reihenweise leer und locken höchstens noch ein paar heldenmütige Gründungswillige in die Stadt, die sich dann aber ziemlich schnell von den stolzen Mietpreisen und dem schlechten Zustand der zu vermietenden Räumlichkeiten abschrecken lassen. Wenn Frau K. ihren samstäglichen Einkauf hinter sich gebracht hat, verspürt sie nicht das vielbesungene positive Einkaufserlebnis, sondern wird das Gefühl nicht los, eine ausgiebige Beerdigungstour hinter sich zu haben. Auch deswegen, weil Frau K. die ursprünglich eingeplante Zeit deutlich überzogen hat, um sich das Gejammer der Einzelhändler in aller Ausführlichkeit anzuhören. Und es gibt vieles zu beklagen. Das Internet (das kann nun wirklich keiner mehr hören) frisst den Einzelhandel auf, die Ketten okkupieren die lukrativsten Standorte, die Parkplatzsituation und die ach so bösen Politessen, der Bürgermeister, der sich mehr für sich selbst als für die Einzelhändler interessiert und nicht zuletzt der (undankbare) Kunde, der nur den Schnäppchen hinterher jagt, und den Fach-Einzelhandel nur noch für Beratungszwecke und als Reparaturbude nutzt und sich den Einkauf anderweitig besorgt für ein paar Euro weniger. Alle diese Argumente (und noch ein paar mehr) haben sicher mehr oder weniger ihre Berechtigung. Aber wenn Frau K. und Herr M. sich das alles in Variationen und gefühlte hundertmal angehört haben, wird aus dem anfänglichen Mitgefühl ganz schnell Mitleid und am Ende nur noch Verdruss.

Die Deutschen sind wahrlich begnadet in der hohen Kunst des Jammerns. Es wird lamentiert über den miserablen Sommer, die Gehälter der Fußball-Profis, den zu erwartenden Dritten Weltkrieg und vielem mehr. Einzig, sie wollen Jammern, nicht beim Jammern zuhören. Also lasst sie jammern und verkauft ihnen ganz nebenbei noch zwei qualitativ hochwertige Unterhemden. Und sie werden zufrieden sein. Selbstverständlich ist das nicht die Lösung aller Probleme, aber es ist ein Anfang, eine Art Umkehr, sich nicht in die schwierigen Verhältnisse zu ergeben sondern selbst initiativ zu werden. Und wenn dann noch alle an einem Strang ziehen, sprich Einzelhandel, Vermieter, Restauration und Unterhaltung und natürlich unsere Verwaltung, dann hat die Innenstadt eine Chance. Ein leiser Trend ist zu spüren.

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Gebt mir sechs Zeilen von der Hand des ehrlichsten Mannes, so werde ich etwas finden, um ihn an den Galgen zu bringen.

Armand Jean du Plessis Richelieu

 

 

 

 

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